Manaslu Circuit (Part 1 – Weg ins Tsum-Valley)

Früh morgens ging es von Kathmandu mit dem Local Bus Richtung Arugath. Einzige Alternative zum Local Bus ist der Jeep (für viel Geld), da wegen des Straßenzustandes und geringen Nachfrage kein Micro Bus oder Tourist Bus dorthin fährt. Da kaum Leute mitfahren wollten, wurde der Bus von unten bis oben mit Fracht beladen… die Polizei hielt uns unterwegs öfters wegen zu hoher Beladung an, ließ den Fahrer dann aber doch jedes Mal gegen kleine „Gebühr“ weiterfahren… 😉

Die Fahrt führte uns zunächst etwa 4 Stunden auf dem Highway Richtung Pokhara, dann zweigte der Bus auf eine Schotterpiste ab und fuhr nochmal ca. weitere 4 Stunden über enge Bergpfade. In Arugath blieben wir für eine Nacht, am nächsten morgen folgten wir dann zu Fuß der zunächst noch einige Orte weiter führenden Lehmstraße (auch im Manaslu-Gebiet wird gebaut, wenn auch nicht so intensiv wie in der Annapurna-Region), bis wir schließlich auf den typischen Esel-Pfaden liefen. Übernachtet haben wir zunächst in Lapubesi (tolle Aussicht über das Tal des Budhi Gandaki), Tatopani (heiße Quellen) und Philim.

Hinter Philim verließen wir dann zunächst die Hauptroute des Manaslu-Circuit und zweigten in das Tsum-Valley ab. Dies ist erst seit ein paar Jahren für Touristen zugänglich, wird aber mittlerweile ganz gerne neben der kulturellen Erfahrung (man sieht hier noch sehr traditionelle tibetische Kultur mit wenig äußeren Einflüssen) auch zur Akklimisation genutzt.

Mit einem Zwischenstopp in Chumling ging es weiter nach Chekumpar (ca 3.000 m). Von dort war eigentlich ein weiterer Aufstieg bis Mugumba (3.700 m), einer tibetischen Klosteranlage in der man auch als Tourist nächtigen kann, geplant – da Freddy sich aber von den Strapazen der vorangegangenen Tage in Chekumpar erstmal erholen wollte, bin ich mit Pubsa (unserem Guide) zunächst alleine dorthin aufgebrochen – und da wir zu zweit schneller als erwartet voran kamen auch am selben Abend wieder nach Chekumpar zurück.

Gerade das Tsum-Valley war eine sehr interessante Erfahrung – allerdings stehen hier gewaltige Veränderungen an: aus Richtung China wird gerade an einer Straße in diese bisher recht unzugängliche Region gebaut. In wenigen Jahren wird sich hier sicherlich einiges komplett verändert haben.

(Teil 2 lade ich die nächsten Tage hoch, wenn es hoffentlich etwas schnelleres Internet gibt)

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